Algen im Aquarium kann jedem Aquarianer(in) die ganze Freude am Hobby verderben.
Algenwuchs muss nicht sein!!
Wie kann ich Algen verhindern?
durch gute Bepflanzung im Aquarium, Düngung der Pflanzen aber nicht zuviel.
Lichtstärke der Aquariumgröße angepasst, verbrauchte, zu alte Leuchtstoffröhren austauschen.
Entstandener Mulm auf dem Bodengrund entfernen.
Keine Überfütterung der Fische, nicht zu viel Frostfutter, denn durch Überfütterung und Frostfutter kommt es zu einer höheren Belastung des Wassers, somit wieder zu einem Algenproblem.
Regelmäßiger Wasserwechse!
Nicht mit unreinen Händen ins Aquarienwasser fassen.
Kein Sonnenlicht ins Aquarium einfallen lassen.
Keine zu starke Oberflächenströmung.
Alte oder faulende Pflanzenblätter sofort entfernen.
Auch eine Abschaltung des Lichts von ca. 3 Std. in der Mittagspause, kann eine Algenbildung verhindern.
Filtersäuberung.
Bei Beachtung dieser Punkte haben Sie schon sehr viel getan, um die Algenbildung zu verhindern.
Sollten Sie aber doch mal Algenprobleme haben, dann unterscheiden wir zwischen harmlosen Algen und „gefährlichen Algen“.
Harmlose Algenarten
Zu den harmlosen Algen gehören die Braun- und Kieselalgen. Ein Grund für den Befall mit diesen Algen kann eine zu geringe oder schon zu alte Beleuchtung sein.
Kieselalgen überziehen die Scheiben und Dekoration mit einem bräunlichen Belag, der nur schwierig mechanisch zu entfernen ist.
Die Vermehrung dieser Algen hält sich im Aquarium jedoch meist in Grenzen.
Sie verschwinden wieder, wenn man die Beleuchtungszeiten erhöht.
Grünalgen
Grünalgen kommen in den verschiedensten Formen vor. Einige Arten kann man auf Grund ihres auffallenden Habitus mit bloßem Auge einer Gattung zuordnen. Häufig äußert sich Grünalgenbefall durch die gut sichtbaren langen Fäden auf Blättern und Dekoration oder durch punktförmigen Flecken auf Blättern und an den Scheiben.
Grünalgen sind bei neu eingerichteten Aquarium nur schwer zu vermeiden und sind teilweise sogar ein Indikator für gute Wasserqualität.
Nach einigen Wochen verschwinden die Algen meist so schnell wieder, wie sie gekommen sind, denn gegen einen guten Pflanzenwuchs können sie nicht konkurrieren.
„gefährliche“ Algen
Blau- oder Schmieralgen
Die Blaualgen sind in Wirklichkeit gar keine Algen sondern sie gehören zu der Familie
der Cyanobakterien, werden aber in der gängigen Aquarienliteratur immer zusammen
mit Algen „abgehandelt“.
An dieser Stelle möchte ich Ihnen auch am Ende dieses Artikels eine Aufnahme zeigen.
Blaualgen überziehen ziemlich schnell Boden und Dekorationselemente (Steine, etc.)
mit einem schmierigen, blaugrünen oder schwarzen Belag.
Das Aquarium beginnt unangenehm zu riechen.
Im Gegensatz zu den Grünalgen signalisiert dieser Bakterienbefall: Alarm,
zu viele Nährstoffe im Wasser – vor allem Nitrat und Phosphat (meist resultierend aus zu
reichlicher Fütterung).
„Blaualgen“ sind aber nicht nur ziemlich hässlich, sondern auch gefährlich, denn sie scheiden durch ihren Stoffwechsel sog. Toxine aus, die das Aquarien regelrecht vergiften.
Sobald man sie sieht, sollte man Wasserwechsel mit 50 %iger Erneuerung des Wassers
(auch an den darauf folgenden Tagen) durchführen und die Tätigkeiten im Aquarium grundlegend überdenken.
Die schnelle Mühe lohnt sich, oft sind die unerwünschten Bakterien nach wenigen Tagen
wieder verschwunden.

Foto:K.-D. Bode
Hier eine Aufnahme,bei der die Blätter der Pflanzen,
sowie die Steine von (Blau-Schmieralgen) überzogen sind.
Rotalgen
Bei den Rotalgen handelt es sich um eine Gruppe zahlreicher Algenarten, die je nach Art und Erscheinungsbild Bart- Büschel- und Pinselalgen genannt werden.
Obwohl die schwarze bis dunkelgraue Farbe nicht unbedingt auf die Zugehörigkeit zu den Rotalgen schließen lässt, ist ein Alkoholextrakt meist überzeugend.
Die rote Farbe wird sichtbar.
Doch nun zum eigentlichen Problem:
Besonders gern setzen sich die hartnäckigen Pinselalgen an die Blattränder langsam wachsender Wasserpflanzen. Aber auch Blattstiele, Kantenränder von Kunststoffteilen, etc. sind bevorzugte Anwuchsstellen.
Sie lieben eine starke Wasserbewegung, hohe pH-Werte und wenig Kohlendioxid. Pinselalgen haften sehr fest auf ihrer Unterlage und sind mechanisch kaum oder nur schwer zu entfernen.
Bei einem intensiven Befall hilft oft nur noch das gesamte Blatt bzw. den entsprechenden Gegenstand aus dem Aquarium zu entfernen.
Ein leichter Befall ist in der Regel mit einer Kombination u. g. Maßnahmen in den Griff zu bekommen.
Aber man braucht etwas Geduld.
Chemische Algenbekämpfung
Eine chemische Algenbekämpfung sollte immer nur als letztes Mittel der Wahl in Betracht gezogen werden. Wichtig ist vor allem, die chemische Bekämpfung nur unterstützend zur o. g. Maßnahmen einzusetzen.
Die meisten Algen-Präparate müssen exakt nach der Dosieranleitung angewandt werden, da bei einer Überdosierung auch die Pflanzen bzw. Fische und Garnelen, falls im Aquarium vorhanden, geschädigt werden können!
Ich persönlich lehne eine chemische Algenbekämpfung ab, da die vielen Nachteile, die entstehen können, den Erfolg oft nicht aufwiegen.
Es bleibt aber im Endeffekt immer eine Entscheidung des Aquariumhalters.
nochmals Kurzinformation:
einige Bilder zum Teil entnommen von
JBL Spezielle Algenbekämpfung.
Schwebealgen (Grünalgen)

Abhilfe
UV C Wasserklärer beseitigt Schwebealgen garantiert in wenigen Tagen.
Fadenalgen (Grünalgen)

kann man entfernen, indem man sie auf eine dünne Flaschenbürste aufwickelt.
Pinsel/Bartalgen

sofort die befallenen Blätter entfernen,andere Möglichkeiten gibt es kaum.
Ist sehr schwer mit Algenmittel zu bekämpfen.
Kieselalgen (Diatomeen, „Braunalgen“)

mit einem weichen Schwamm entfernen, oder die Beläge sofort Absaugen.
Einen Wasserwechsel vornehmen ca. 30 %
Punktalgen

von den Scheiben mit einem Scheibenreiniger entfernen.
befallene Pflanzen entfernen, Teilwasserwechsel durchführen.
Blaualgen(Cyanobakterien)

Foto: K.-D. Bode
durch Absaugen entfernen.
Immer darauf Achten das keine Algenreste zurückbleiben, eventuell mit einer Mulmglocke absaugen.
